Den folgenden Text habe ich als Reaktion auf einen Besuch des Theaterstücks “Die Räuber” geschrieben, das in einer sehr unsympathischen modernen Version aufgeführt wurde. Die Räuber wurden dabei mit Autonomen, die wiederum mit der ganzen linken Szene gleichgesetzt. Schillers Räuberbande ist mordlustig und gibt sich zunächst den Anschein einer Robin-Hood-Gang, letztlich aber nur aufgrund ihres Anführers Karl Moor, der es irgendwie gut meint und eher aus Frust mit dem Rumräubern beginnt. Worauf es natürlich trotzdem hinausläuft: Alle Guten sind tot, alle Ziele und Ideale verraten. Und in dieser Umsetzung: Es gab zwar hier und da gute Statements, aber letztlich blieb als Eindruck stehen, dass linke Aktivist*innen und Antikapitalist*innen am Ende scheitern müssten, zumindest aber in sinnlose Gewalt verfallen. Reaktionäre Scheiße, wenn ihr mich fragt.
Aufforderung zum Tanz 2010
Ey, und ich krieg sooon Hals, ja! Sooon Hals!
Die jungen Wilden, das musste ja schiefgehen –
komm mit mir in die Nacht, komm, wir tanzen! Komm, ich will mich nicht betäuben,
aber irgendwie muss sie ja raus, die ganze Scheiße, die wir fressen –
ich kann gar nicht so viel kotzen wie ich gerne würde
wenn ich das schon nur höre –
und ihr sitzt da und belacksalbt euch gegenseitig und freut euch
weil ihr ja die Notbremse gezogen habt und euch abgefunden
weil, am Ende, da muss man sich dann eben abfinden, Continue reading